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Bundesregierung erreicht Ziele PDF Drucken E-Mail
Samstag, 24 Juli 2010
Die Förderung von Solaranlagen wurde Anfang 2010 plangemäß gekürzt. Dies ging der Regierung nicht weit genug. Eine weitere Kürzung der Einspeisevergütung erfolgte im Juli 2010. Die Preise der Module seien überzogen, so die Begründung. Das diese Aussage nur als Alibi benutzt wird um die Vorrangstellung der großen deutschen Energiekonzerne zu zementieren, zeigen die ersten Auswirkungen der Kürzung:

Das Bensheimer Gruppen-, Gas- und E-Werk (GGEW) hatte in Bickenbach (Hessen) eine Freifeld – Solaranlage für 6,6 Millionen Euro geplant. Durch Probleme in der Genehmigungsphase hätte die Anlage erst nach dem 1.7.2010 fertig gestellt werden können. Doch ab diesem Zeitpunkt wurden Freifeld – Solaranlagen nicht mehr über das - nun geänderte - EEG  mit 28,43 Cent pro kWh vergütet. Die Vergütung über das EEG fiel komplett weg. Daher rentiert sich die Anlage finanziell nicht mehr. Das Projekt wurde beendet, die Anlage wird nicht gebaut.
Freifeld – Solaranlagen sind umstritten, weil sie Ackerflächen, welche für die Nahrungserzeugung genutzt werden könnten, nutzen. Der Anbau von Energiepflanzen für Bioenergie wird kräftig subventioniert. Raps und  Mais soweit das Auge reicht. Wie verschwenderisch dieser Anbau von Energiepflanzen ist zeigt ein Beispiel: Baut man auf einem Hektar Acker Energiepflanzen an, so kann mit dem gewonnenen Biosprit im Jahr ein Mitteklasseauto ca. 60.000 Km fahren. Bestückt man den Acker mit Solarzellen – mit viel Abstand, damit Weidetiere dazwischen grasen können, kommt ein Elektroauto mit der in einem Jahr gewonnen Energie 1,5 Millionen Km weit.
Entweder gibt es in der aktuellen Bundesregierung ein hohes Kompetenz - Defizit oder die Lobby der großen vier Energieriesen reicht sehr weit bis in die höchsten Kreise der Regierung.

 

Quelle: Eigener Bericht

 
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